Rundumadum – 14. Etappe im Rückwärtsgang

12.04.2026 10:30 - 15:00

Rundumadum – 14. Etappe im Rückwärtsgang

Sonntag, 12. April 2026, 10:30 Uhr

Treffpunkt: 10:30 Uhr, vor der U2-Station Donaustadtbrücke
Weiterfahrt: Bus 92B um 10:46 Uhr bis Lobgrundstraße

Karl Hornstein (Künstler), Illegale Schrebersiedlung in der Lobau, 1936, Wien Museum Inv.-Nr. 68959, CC0

Wir gehen die 14. Rundumadum-Etappe bewusst in umgekehrter Richtung – denn erst im Rückwärtsgang wird Geschichte sichtbar.

Startpunkt ist das Zwangsarbeiter-Denkmal an der Kreuzung Lobgrundstraße/Finsterbuschstraße. Es erinnert an jene Menschen, die im Bereich des Hafens Lobau während der NS-Herrschaft Zwangsarbeit leisten mussten. Unweit davon befindet sich eine halbverwitterte Windenkabine am Gelände des heutigen OMV-Tanklagers – ein Relikt der damaligen Infrastruktur. Dem Komplex war ab Juni 1944 ein Bordell für verschleppte Sexzwangsarbeiterinnen angeschlossen.

Der Weg führt entlang der Neuen Donau zur Walulisobrücke, benannt nach dem Wiener Pazifisten Waluliso. Die einstige „Hirscheninsel“, bis 1972 FKK-Zone für Arbeiter:innen und Arme, verschwand im Zuge der zweiten Donauregulierung.

Weiter geht es Richtung Panozzalacke und vorbei am Salzgitter-Bunker. Bei der Jausenstation „Knusperhäuschen“ besteht Einkehrmöglichkeit; hier erinnern wir an Hermine „Mutter“ Dasovsky, die vor Ort Milchkannen für Zwangsarbeiter:innen bereitstellte.

Über Au-Wege und die Dechantlacke erreichen wir das Nationalparkhaus Lobau. Den Abschluss bildet der Anker am Biberhaufenweg – ein Relikt der Donau als Verkehrs- und Arbeitsraum.

Länge: ca. 4 km
Gehzeit: ca. 1,5 Stunden (mit Zwischenrast ca. 3 Stunden)
Leitung: Dr. Barbara Eder
Rückfahrt: Bus 92B zur U2 Donaustadtbrücke

Anmeldung & Info: fuchs@kinoki.at
Spenden erbeten